Auslandserfahrung

Jeder moderne Beruf verlangt heutzutage eine räumliche und zeitliche Beweglichkeit.

Und ganz ehrlich … wäre es nicht auch interessanter, seine Arbeitsstätte, Arbeitsplatz, Schreibtisch einmal für eine Zeit ins Ausland zu verlegen?

Das internationale Projekt „xchange“ ermöglicht den Jugendlichen genau das;

Jugendliche bzw. Lehrlinge aus vielen Ländern möchten während ihrer Ausbildung ein Praktikum im Ausland absolvieren – xchange hilft ihnen dabei. Mit dem internationalen Austauschprogramm xchange gehen Lernende für vier Wochen in ein Unternehmen im angrenzenden Ausland.

Es haben sich diverse Unternehmen in dem näheren, benachbarten Ausland an dem Projekt beteiligt. Mitglieder des Projektteams sind Regionen aus Deutschland, dem Elsass (Frankreich), Italien, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz.

Wir haben da ein paar Fragen beantwortet:

  1. Worum geht es bei xchange?*
    Jeder Lehrling kann im Rahmen von xchange vier Wochen seiner betrieblichen Ausbildung in einer Firma eines anderen Landes absolvieren. Im Gegenzug kommt ein Lehrling der Austauschfirma in das eigene Unternehmen. xchange hilft bei der Suche nach einer geeigneten Firma, bei der Organisation und bei der Finanzierung.

  2. Was bringt ein Austausch dem Lehrling?
    Lehringe lernen ein anderes Land, eine andere Firma und neue Leute kennen. Dadurch wird die Ausbildung interessanter und abwechslungsreicher. Sie lernen zudem neue Arbeitsmethoden, neue Techniken und einen anderen Führungsstil kennen. Ein Diplom bestätigt die erfolgreiche Teilnahme – für die weitere Karriere ein großes Plus.

  3. Was bringt ein Austausch dem Ausbildungsbetrieb?
    Sie bekommt einen jungen, motivierten Mitarbeiter mit mehr Erfahrung und größerer Selbständigkeit. Der Lehrling bringt neue Ideen in das Unternehmen. Es entstehen Kontakte mit dynamischen Firmen über die Grenzen hinweg. Es gibt die Chance, interessante Partner für Kooperationen kennenzulernen und neue Märkte oder Lieferanten zu finden. Die Firma hat die Möglichkeit, sich mit dem Austausch in der Öffentlichkeit als innovativer Ausbildungsbetrieb zu profilieren.

  4. Wer kann mitmachen?
    Alle Lehrlinge und Auszubildenden aller anerkannten Ausbildungsberufe können am Austausch teilnehmen. Das erste Lehrjahr sollte in jedem Fall abgeschlossen sein. Entsendende und aufnehmende Einrichtungen können sein: Industrie, Handwerk, Handel, Geldinstitute, Versicherungen, Genossenschaften, Immobilienwirtschaft, Hotel- und Gaststättenbetriebe und Einrichtungen des Tourismus, sonstige Dienstleistungsunternehmen, Verbände und Organisationen der Wirtschaft. Wünschenswert ist ein Lehrlingsaustausch auf Gegenseitigkeit. Es ist aber auch möglich, nur einen Lehrling zu entsenden oder aufzunehmen. Voraussetzung ist, dass die aufnehmenden Organisationen in der Lage sind, eine qualifizierte Aus- und Fortbildung zu leisten.

  5. Sind die Dauer und das Lernprogramm vorgegeben?
    Das Praktikum ist ein Teil der regulären Ausbildung. Die durchschnittliche Austauschzeit beträgt vier Wochen. Ausnahmen sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Ausbildungsschwerpunkte und der Austauschzeitraum werden zwischen den beiden Firmen vereinbart. Neben Inhalten aus dem vorgegebenen Ausbildungsprogramm können auch regionale und fachliche Besonderheiten vermittelt werden

  6. Wie wird der Berufsschulbesuch geregelt?
    Eine notwendige Freistellung von der Berufsschule ist mit den beteiligten Ländern grundsätzlich vereinbart. Im konkreten Falle muss aber auch eine Freistellung bei der zuständigen Berufsschule beantragt werden. Auf Wunsch kann während des Aufenthaltes auch die Tagesberufsschule im Gastland besucht werden.

  7. Wie komme ich zu einer Unterkunft?
    Der aufnehmende Betrieb ist – zusammen mit dem Verantwortlichen in der Region – bei der Beschaffung einer kostengünstigen Unterkunft behilflich. Nach Möglichkeit wird auch eine Betreuung in der Freizeit organisiert.

  8. Wie wird das Auslandspraktikum finanziert?
    Der Ausbildungsbetrieb bezahlt die Ausbildungsvergütung weiter. Dafür erhält das Unternehmen, falls gewünscht, für den Zeitraum des Praktikums einen Lehrling aus dem Austauschbetrieb, dessen Vergütung wiederum von seinem Unternehmen bezahlt wird. Durch unterschiedliche Förderorganisationen kommt es ab Juni 2013 zu unterschiedlichen Formen der Kostenerstattung: Im Raum der Internationalen Bodenseekonferenz werden die Übernachtungskosten bis zu einem Höchstbetrag von 25,00 € pro Nächtigung vergütet. Außerdem gibt es ein Tagegeld von 5,00 € pro Austauschtag und die Vergütung für eine einmalige Hin- und Rückfahrt zum Austauschort. Der Kostennachweis über die Übernachtungskosten ist bei der regionalen Kontaktstelle einzureichen. Im Raum Bayern-Österreich wird der Aufwand mit einem Pauschalbetrag abgegolten. Die Höhe der Vergütung ist mit dem Erstattungsbetrag im IBK-Raum in etwa gleich hoch.

  9. Was ist mit Versicherungsschutz?
    Alle Versicherungen aus dem Heimatland gelten weiter. Da während des Austausches der Lehr- und Arbeitsvertrag bestehen bleibt, gilt unverändert der volle Versicherungsschutz aus dem Heimatland. Zusätzlich schließt die Projektleitung für alle TeilnehmerInnen eine umfassende Risikoversicherung ab.

  10. Bestätigung und Abschlusszertifikat?
    Dauer und Inhalte des Praktikums werden vom aufnehmenden Unternehmen bestätigt. Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung erhalten die TeilnehmerInnen ein Zertifikat der Internationalen Bodenseekonferenz oder der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer. Lehrlinge aus den EU-Ländern erhalten auf Wunsch auch eine Bestätigung im „Europass Mobilitätsnachweis“, in welchem alle Auslandspraktika dokumentiert werden.

  11. Wie kann ich mich anmelden?
    Informationen und Vorlagen für die Anmeldung und Durchführung des Austausches gibt es unter Download. Adressen der regionalen Kontaktpartner finden sie unter dem Button Regionen. Unter Kontakt können Sie uns eine Nachricht oder Anfrage zusenden.

Wenn du mehr wissen möchtetest:
Detaillierte Informationen zum Ablauf und Anträge melde dich auf office@laendlelehre.at oder du findest es auf der website www.xchange-info.net. Verpasse es nicht dich zu informieren!

*Quelle und Informationen aus xchange-info.net