Nach Generation Y kommt Generation C: Die sogenannten Millenials produzieren und konsumieren online täglich so viel Content wie noch nie zuvor. Dabei machen UGC-Videos („User Generated Content“) etwa ein Drittel des gesamten Medienkonsums aus und laufen damit allen anderen Medienformaten den Rang ab.

Bewegtbild-Content gewinnt in der Onlinewelt also zunehmend an Bedeutung – auch im Bereich des Marketings. Was bedeutet das für Unternehmen und welche Möglichkeiten eröffnen sich ihnen damit?

Video Marketing: Das Kommunikationsmittel schlechthin für Unternehmen

Das Video ist auf dem besten Weg, das Hauptmedium zu werden, das das große Informations- und Unterhaltungsbedürfnis der Nutzer befriedigt. Weltweit nutzen 64 Prozent aller Internet-User Videoportale. Für Unternehmen und Startups stellen Videos ein wichtiges Werkzeug dar, mit dem sie auf individuelle Art und Weise mit potenziellen Kunden kommunizieren und gleichzeitig ihr Branding stärken können. Aufgepasst werden sollte nur, dass sie nicht zu werblich erscheinen.

Im Zuge des Video Marketings sollte von Unternehmensseite aus immer das komplette Potenzial ausgeschöpft werden, was das Format Video ihnen bietet. Vor der Kreation, Auswahl und Publizierung müssen demnach einige Fragen im Hinterkopf behalten werden: Welche Zielgruppe wird angesprochen? Was ist die Hauptaussage? Wie lässt sich das Video in die gesamte Marketingstrategie einflechten? Was ist die perfekte Länge und wie können die Informationen spannend aufbereitet werden? An dieser Stelle ist neben Kreativität bei der Produktion auch Kreativität bei der Verbreitungsstrategie gefragt.

Go viral: Videos über Social Media verbreiten

Video Marketing steht mit 74 Prozent auf Platz fünf bei den B2C Content Marketing Strategien. Usern muss es leicht gemacht werden, die Clips zu finden und sie im besten Fall zu teilen, denn nur so verschafft Video-Embedding die gewünschten Ergebnisse. Videospots sollten neben der Einbindung auf der eigenen Homepage immer über Social Media Kanäle gepusht werden – insbesondere über YouTube und Facebook.

YouTube gilt mittlerweile als die zweitgrößte Suchmaschine der Welt und verzeichnet am Tag mehr als drei Milliarden Klicks. Die Reichweite eines Videos kann sich im Zuge einer strategisch gut durchdachten Video Marketing Kampagne extrem ausdehnen. Neben ausgefallenem Content spielt hier auch die Keyword-Optimierung eine wichtige Rolle: Damit Nutzer auch finden, wonach sie suchen, sollten Titel und Beschreibung des Videospots mit passenden Schlagworten versehen werden.

Facebook hat den Videotrend ebenfalls erkannt und bietet seit einiger Zeit die Autoplay-Funktion im User-Stream, mit der Videoclips automatisch abgespielt werden. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer sich die Filme anschauen und sharen. Facebook wird somit zu einem weiteren wichtigen Verteilungsinstrument im Video Marketing.

 

 

Auch der Bereich Mobile, der im Marketing immer wichtiger wird, darf an dieser Stelle nicht ignoriert werden. Die Hälfte aller Video-Views auf YouTube findet auf Smartphones oder Tablets statt. Um auch hier die Shares und User-Interaktionen zu erhöhen, sollten Unternehmen ihre Bewegtbilder auf Mobile optimieren.

Bessere Visibility, mehr Leads

Die Einbindung von Videos ist nicht nur bei entsprechenden Konsumenten beliebt – auch Google bewertet Webseiten mit integrierten Clips besser und verschafft diesen mehr Sichtbarkeit. Dies ist vor allem ein großer Vorteil, wenn die Konkurrenz auf Videospots verzichtet. SEO-technisch belohnen Suchmaschinen also Webseiten, die kurze Filme einbinden: Unternehmen, die auf ihrem Webauftritt mit Clips arbeiten, haben eine 53 Mal höhere Chance, bei Google auf Seite 1 zu ranken. Außerdem: Je mehr User Engagement stattfindet – etwa durch Kommentare – desto relevanter befindet eine Suchmaschine oder Videoplattform ein Video. So wird einer Seite ein höherer Beliebtheitsgrad zugeschrieben und die Visibility erhöht sich. Weiter gedacht bedeutet dies für das Video Marketing: Je mehr Traffic eine Webseite von einer Suchmaschine bekommt, desto höher stehen auch die Chancen, Leads zu generieren.

Längere Verweildauer, höhere Conversion Rate

Unternehmen zielen neben der Leadgenerierung natürlich auch immer darauf ab, ihre Produkte und Services an den Mann zu bringen und Kunden an sich zu binden. Beim Video Marketing können anhand von audiovisuellen Tutorials, Produkt-Demos, Company-Promoclips, Über-uns-Videos oder UGC-Spots die individuellen Botschaften klar und kreativ übermittelt werden. Enthält beispielsweise eine Produktbeschreibung einen kurzen Clip, steigt die Conversion Rate durchschnittlich um rund 80 Prozent. Zudem verlängert sich durch das Video-Embedding die Besucher-Verweildauer auf einer Seite. Dies ist zum einen immer ein wertvolles Argument im Sales-Bereich. Zum anderen beschäftigen sich User durch das Anschauen eines Videoclips unbewusst immer auch länger mit der Brand des Unternehmens – und nehmen diese stärker und positiver wahr. Das steigert wiederum das Word-of-Mouth und damit einhergehend den Bekanntheitsgrad einer Firma. Laut einer Google-Studie berichteten 75 Prozent aller befragten YouTube-User, dass sie anderen kommunizieren, sobald ihnen ein Video eines Unternehmens gefallen hat.

 

Quelle: Gründerszene.de