Schnuppertage – Informiere dich gut!

Schnuppertage – Informiere dich gut!

Vertiefter Einblick in die Berufe

Lehrbetriebe aus allen Branchen und Berufen bieten Schnupperlehren an.  Durch praktische Arbeit und eigene Anschauung kann die jugendliche Person abklären, ob sie für den Beruf, der sie interessiert, die erfolderliche Neigung und Voraussetzung mitbringt.

Die Bereitschaft der Betriebe, Schnupperlehren durchzuführen, trägt wesentlich zur Qualität des Berufswahlprozesses bei. Einen Beruf authentisch in einem Betrieb kennen zu lernen, ist für die Jugendlichen von grosser Bedeutung. Diese Erfahrung kann nicht durch Infomaterial wie Broschüren oder Videos der Berufsberatung ersetzt werden. Der Jugendliche sollte ein möglichst abgerundetes und authentisches Bild des Berufs erhalten.

Schnuppertage sind eine Gelegenheit, um

  • sich genauer über einen Beruf zu informieren
  • im Betrieb den Arbeitsalltag der Berufsleute zu erleben: Büro, Produktionsstätten, Werkzeuge, Materialien, die gebraucht werden, Zeitplan, das Leben in der Unternehmung usw.
  • einfachere Arbeiten selber auszuführen
  • den Berufsleuten Fragen zu ihrem Beruf zu stellen
  • zu überprüfen, ob die gemachten Erfahrungen mit den eigenen Vorstellungen vom Beruf übereinstimmen
  • herauszufinden, ob die eigenen Fähigkeiten zu den Anforderungen des Berufs passen
  • einen ersten Schritt in Richtung Lehrstelle zu machen

 

Die Schnupperlehre ist ein sehr wichtiger Teil der Berufsorientierung. Für SchülerInnen gibt es verschiedene Möglichkeiten einen Beruf durch Schnuppern zu erkunden.

 

Was gibt es zu beachten?

Vergiss nicht: Das ist deine Chance um eine für dich zukunftsweisende Lehrstelle zu finden. Deshalb sind auch da einige Dinge zu beachten:

  • Pünktlichkeit – 10 Minuten vor dem Termin ankommen, dann hast du einen Zeitpolster, falls etwas Unvorhergesehenes passiert
  • Höflichkeit und Respekt – Dieser beginnt schon bei der Begrüßung. Kein Kaugummikauen; ebenfalls solltest du unmittalbar vor dem Termin nicht rauchen.
  • Handy ausschalten – Während dieser Zeit solltest du das Handy ausschalten und nur während den Pausen benutzen
  • Zeige dein Interesse – Stell viele Fragen über den Beruf, das Unternehmen und was dich daran interessiert. Wer Interesse zeigt, fällt positiv auf!

 


Quelle: WKO, myoda.ch, shutterstock

 

 

Lehre mit Matura

Lehre mit Matura

Das Vorarlberger Lehrlingsmodell mit integrierter Vorbereitung auf die Matura

 

Vorgeschichte

Im Jahr 2008 haben der Bundesgesetzgeber und die Bundesregierung die Grundlagen für die „Lehre mit Matura“ geschaffen. Damit besteht nun die Möglichkeit, dass sich Lehrlinge neben ihrer beruflichen Ausbildung auf die Berufsreifeprüfung vorbereiten können.
Dieses Modell zur Erlangung der Berufsreifeprüfung ist zwar kostenlos, hat aber möglicherweise eine Verlängerung der Lehrzeit um ein halbes Jahr zur Folge.

 

Das Vorarlberger Lehrlingsmodell

Das in Zusammenarbeit von Sozialpartnern, Einrichtungen der Erwachsenenbildung, dem Land Vorarlberg, Landesschulrat und den Vorarlberger Berufsschulen entwickelte „Vorarlberger Lehrlingsmodell“ soll es leistungsstarken und leistungswilligen Lehrlingen ermöglichen, in einem Zeitraum von 4 Jahren die Berufsreifeprüfung abzuschließen.

Neben der persönlichen Bereicherung und besseren Chancen am Arbeitsmarkt ist damit für alle Absolventinnen und Absolventen auch das Studium an Universitäten, Fachhochschulen und Kollegs möglich.

1. Lehrjahr und 2. Lehrjahr

Im Rahmen des Berufsschulunterrichts wird in den Freigegenständen Deutsch, Englisch und Mathematik das notwendige Basiswissen vermittelt.
Im Schuljahr 2014/15 startet der Unterricht letztmalig im zweiten Semester der 1. Klasse Berufsschule (= 1. Lehrjahr). An einem zusätzlichen Nachmittag werden die drei Freigegenstände D, E und M mit 2 je Unterrichtsstunden (= 90 Minuten) angeboten.
An der LBS Bregenz 3 findet dieser Unterricht am Freitagnachmittag von 13:30 Uhr bis 18:40 Uhr statt.
Im zweiten Lehrjahr erfolgt der Unterricht in den drei genannten Gegenständen ganzjährig, wiederum an einem zusätzlichen Nachmittag; an der LBS Bregenz 3 am Dienstagnachmittag.

Ab dem Schuljahr 2016/17 werden die Freigegenstände nur noch in der 2. Klasse Berufsschule (= 2. Lehrjahr) unterrichtet.

3. Lehrjahr und weitere

Im dritten und vierten Jahr besuchen die Lehrlinge den Unterricht ganzjährig während des Tages, jetzt aber im Rahmen von Vorbereitungslehrgängen mit erhöhtem Leistungsanspruch durch Lehrpersonen einer Institution der Erwachsenenbildung, der auch die weitere organisatorische Abwicklung obliegt. Am Standort der LBS Bregenz 3 ist das die Volkshochschule Bregenz. Am Ende der Lehrzeit können Teilprüfungen in Deutsch und Englisch bereits abgelegt werden.
Die beiden letzten Semester werden außerhalb der betrieblichen Arbeitszeit, also im Rahmen von Abend- bzw. Wochenendveranstaltungen absolviert. Mit der Ablegung der Teilprüfungen in Mathematik und im Fachbereich ist das Ziel dann erreicht.

Vollwertiger Maturaabschluss

Die Berufsreifeprüfung im Rahmen von „Lehre und Matura“ entspricht einer Reifeprüfung an einer höheren Schule und damit einer vollwertigen Matura. Diese ermöglicht den Zugang zum Besuch von Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen, Akademien und Kollegs (auch im Ausland). Mit „Lehre und Matura“ eröffnen sich aber auch viele neue Chancen und Perspektiven im Betrieb.

Grundlegendes zu dem Modell:

  • Mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung

  • mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem

  • Alternative zur Vollzeitschule(BHS)

  • Kostenloses Angebot

  • überwiegend am Tag(Arbeitszeit)

  • Einbindung der Ausbildungsbetriebe

Was sind die Gegenstände und Prüfungen?

  • Deutsch: schriftliche Klausurarbeit und mündliche Prüfung

  • Mathematik: schriftliche Klausurarbeit

  • Englisch: schriftliche Klausurarbeit oder mündliche Prüfung

  • Fachbereich: fünfstündige schriftliche Klausurarbeit und mündliche Prüfung

Was bring mir das als Lehrling überhaupt?

  • Praxisorientierte Ausbildung

  • Höherqualifizierung durch Allgemeinbildung

  • Studienberechtigung für Universität und FH

  • verbesserte Zukunfts- bzw. Karrierechancen

  • Gewinn für Wirtschaft und Gesellschaft

Wie sind die Eckdaten des Modells?

  • Dauer: 4 Jahre

  • Kosten: keine

  • Unterrichtseinheiten: 1.100 (900 Erwachsenenbildung, 200 Berufsschulen)

  • 15 Coaching-Einheiten je Fach

  • Teilprüfungen: D, E (nach drei Jahren), M, FB (nach vier Jahren)

Wo sind da in Vorarlberg die Standorte?

Es gibt in Vorarlberg 4 Standorte für Freigegenstände.
An den Landesberufsschulen:
• Bregenz 3
• Dornbirn 1
• Feldkirch
• Bludenz

Dazu gibt es 2 Standorte für die Vorbereitungskurse an den Volkshochschulen:
• VHS Bregenz – LBS Bregenz 3
• VHS Bludenz – LBS Bludenz

Anmeldung an allen Berufsschulstandorten.
Die Anmeldung ist mit dem Lehrbetrieb abzustimmen und kann an allen Berufsschulstandorten in Vorarlberg erfolgen.
Schaut auch auf die Homepage der Berufsschulen nach oder informiert euch auf http://buz-bludenz.net/

GenZ: Mit dem Smartphone/Tablet auf der Suche nach der neuen „Berufung“!

GenZ: Mit dem Smartphone/Tablet auf der Suche nach der neuen „Berufung“!

Die Suche nach den Lehrlingen fürs nächste Jahr startet bereits jetzt im Herbst.

Was haben die Unternehmen für die Suche geplant? Wie suchen diese Ihre neuen „Jungfacharbeiter“?

Unsere bisherigen Erfahrungen mit den Lehrstelleninseraten und der Ansprache der entsprechenden Zielgruppe hat uns deutlich gezeigt: Jugendliche auf Lehrstellensuche ticken anders als andere potenzielle Mitarbeiter. Gerade das Onlineverhalten von jungen BewerberInnen unterscheidet sich stark von dem früherer Generationen.

Die Generation Z (< Jg 2000) ist schon mit dem Smartphone aufgewachsen. Die ist während eines Großteils ihrer Freizeit am Handy unterwegs und nutzt kaum mehr Desktop- bzw. Stand-PCs. Facebook, Xing und andere „Berufsplattformen“ sind für die Generation Z relativ uninteressant. Auch Printmedien, Booklets oder Handouts rücken für diese Generation immer mehr in den Hintergrund.

Instagramm, Snapchat, WhatsApp & Co. sind die Kommunikationsmittel der heutigen Jugend und sie sind in diesen Netzwerken stark präsent.

Im „Ländle“ ist Facebook durchaus ein wichtiger Kommunikationskanal. Nur muss man wissen, wen man damit erreicht. Facebook ist inzwischen zum primären Kanal für die Generation X (< Jg 1980) geworden – die Eltern. Die müssen gesondert mit anderen Informationen über die hervorragenden Lehrausbildungbetriebe aus Vorarlberg informiert werden.

ländlelehre.at ist die Plattform in Vorarlberg, die diesen Marketingmix beherrscht. Wir stellen an uns den Anspruch, Jugendliche, deren Eltern und Unternehmen digital miteinander zu vernetzen!

Sind Berufsinformationsmessen noch zeitgemäß?

Sind Berufsinformationsmessen noch zeitgemäß?

Im Herbst finden traditionell wieder die Berufsinformationsmessen von den WiGs bzw. deren Unternehmen der Regionen im ganzen Land statt.

SchülerInnen der umliegenden Mittelschulen, sowie der Polytechnischen Schulen sowie dessen Eltern, können sich über die Karrierechancen der Unternehmen von den einzelnen Regionen informieren.

© Lehre im Walgau

Wir fragten uns: Ist das Modell in der heutigen digitalen Welt überhaupt zeitgemäß?

Durch die Lehrlingsmessen wird diese Art von Informationsvermittlung als zentrale Plattform in den Regionen genutzt, um lehrstellensuchende oder unschlüssige Jugendliche mit Unternehmen, welche Lehrausbildungsplätze anbieten, persönlich in Kontakt zu treten. Die teilnehmenden Betriebe können vor Ort ihren Lehrausbildungsplatz sowie das Unternehmen präsentieren und kommen dadurch mit interessierten Jugendlichen/Bewerber ins Gespräch.

Der Lehrstellensuchende hat die Möglichkeit sich während der Lehrlingsmesse bei mehreren Betrieben, aus mehreren Sparten und meist aus der Region über deren Lehrstellenangebot zu informieren.

Zudem soll den Jugendlichen durch die Lehrlingsmesse aufgezeigt werden, welche Vielfalt an Ausbildungsplätzen in den Regionen vorhanden ist.

An fast allen Ständen konnte vor Ort etwas gebastelt oder gewerkelt werden, um so die Berufe wortwörtlich zu begreifen.

Meist kommen diese Messen nicht nur bei den SchülerInnen gut an. Auch die Messeteilnehmen meist KMU-Betriebe, welche im Recruting-Mitbewerb („War for the talents“) zu großen Unternehmen stehen, haben so einmal die Möglichkeit, Ihre Vorzüge aufzuzeigen und schätzen dieses überschaubare Format.

Ist das Modell nun also noch zeitgemäß?

Wir denken auf jeden Fall! Du kannst dir bei dem Besuch persönlich dein Bild von dem Unternehmen bzw. dem Lehrlingsverantwortlichen machen. Meist kannst du Vorort mit den Lehrlingen der Unternehmen sprechen. Dies kann neue Erkenntnisse von den Betrieben sowie schlussendlich deiner Berufsentscheidung bringen.

Wir waren heute auf der Lehrlingsmesse von „lehre im walgau“. Es ist eine sehr innovative Region und die Messe findet sehr guten Anklang. (siehe Bilder). Tolle Unternehmen von der Region haben sich für diese Messe was einfallen lassen um die „besten Talente der Region“ zu finden! Eine wirklich gelungene Veranstaltung mit tollen Rahmenprogramm.

Diese findet heute und auch noch morgen statt. Also nichts wie hin!

War for Talents – Firmen kämpfen um junge Nachwuchs-Talente!

War for Talents – Firmen kämpfen um junge Nachwuchs-Talente!

War for Talents – Firmen kämpfen um junge Nachwuchs-Talente

„War for talents“ ist kein Kriegsfilm von Oliver Stone. Noch nicht, denn Studien zeigen, dass es die Unternehmen in Zukunft immer schwerer haben werden, hochqualifiziertes Personal zu rekrutieren. War for talents bezeichnet den zunehmenden Konkurrenzdruck der Firmen im Kampf um junge Nachwuchs-Talente.

 

 

 

War for Talents bietet mehr Chancen für Jugendliche

Der Begriff „War for Talents“ stammt von Steven Hankins, der bereits 1997 im Rahmen einer McKinsey-Studie den Wandel in der Personalwirtschaft untersuchte. Die Schwierigkeit einen Job zu finden, nimmt bei hervorragend ausgebildeten Absolventen mit guten Studienabschlüssen oder Lehrabschlüssen ab, während sich der Druck für die Personaler erhöht, geeignete Mitarbeiter für Vakanzen zu finden.

Hochqualifizierte Mitarbeiter sind zum knappen Produktionsfaktor geworden. Dadurch ergeben sich für Absolventen bessere Chancen bei der Jobsuche und es verschafft ihnen eine günstigere Verhandlungsposition. Um den „War for Talents“ besser zu verstehen, haben wir uns die Gründe für diese Entwicklung angeschaut.

„War for Talents“ – Gründe für den Wandel

1. Der zunehmende Wettbewerb führt zu mehr Qualität und Quantität, wobei offene Märkte und globale Netze wesentliche Merkmale der heutigen Wirtschaft sind. Unternehmen konkurrieren nicht mehr nur mit regionalen Anbietern, sondern müssen sich der internationalen Konkurrenz stellen. Wer auf Dauer auf dem Markt erfolgreich sein will, muss hohe Qualität und hohe Absatzzahlen stemmen. Jede noch so starke Arbeitsteilung, jeder noch so gut ausgeklügelter Businessplan und jede noch so präsente Marketingkampagne funktioniert nur, wenn die Mitarbeiter diese auch umsetzen können. Personaler suchen daher Kandidaten, die mit ihren Fähigkeiten aber auch ihrer Persönlichkeit am besten zum Job und zum Unternehmen passen. Um konkurrenzfähig zu bleiben müssen sie geeigneten Nachwuchs finden und die guten Mitarbeiter an das Unternehmen binden.

2. Der demographische Wandel verschärft den War for Talents. In den Industriestaaten sinkt die Geburtenrate seit langer Zeit und führt in Folge dessen zwangläufig zu einem Engpass an Nachwuchskräften. Dadurch haben es Absolventen aller Studiengänge zukünftig leichter, einen Job zu finden, da sie sich gegen weniger Mitbewerber durchsetzen müssen. Für bestimmte Fachrichtungen beginnen viele große Unternehmen beginnen schon jetzt sehr früh mit der Rekrutierung und holen sich ihre Fachkräfte der Zukunft bereits auf dem Campus der Hochschulen ab.

3. In der sich stetig weiterentwickelnden Wissensgesellschaft gewinnen die Fähigkeiten und Kompetenzen der Arbeitskräfte eine immer größere Bedeutung. Dabei müssen die Angestellten nicht nur viel wissen, sie müssen sich vor allem schnell neues Wissen aneignen können. Alle fünf bis zwölf Jahre verdoppelt sich das Wissen der Menschheit. Nur Mitarbeiter und Unternehmen, die sich weiterentwickeln, haben eine Chance auf nachhaltigen Erfolg.for.

4. Mit dem steigenden Wissen entstehen mehr Jobs. Noch vor einhundert Jahren hat niemand etwas von einem Flugzeugpiloten gehört, vor dreißig Jahren waren Entwickler für Computerspiele unbekannt und noch vor zehn Jahren hätte sich jeder hilflos am Kopf gekratzt, wenn er das Aufgabengebiet eines SEO-Manager hätte erläutern sollen. Es fallen zwar alte Jobs weg, aber das betrifft vor allem Jobs für geringer qualifizierte Arbeitskräfte wie z.B. in der verarbeitenden Industrie, weil dort vielfach nun Maschinen deren Arbeit übernehmen.

5. Der Wertewandel in der Gesellschaft ist ein weiterer Grund für den War for Talents. Frühere Generationen strebten vor allem nach Sicherheit und einem üppigen Gehalt. Insbesondere jüngere Generationen stellen jedoch andere Ansprüche an ihren Arbeitgeber. Unternehmen müssen Arbeitszeiten flexibel gestalten, ihren Angestellten genügend Raum geben, um sich entfalten zu können und Arbeitsprozesse nach den neuesten Erkenntnissen der Arbeitspsychologie gestalten. Daher müssen die Unternehmen besondere Anreize schaffen, um neue Mitarbeiter für sich zu gewinnen und längerfristig an ein Unternehmen zu binden.

6. Die Wirtschaft der sogenannten Peripheriestaaten wächst teilweise rasant und heizt den War for Talents weiter an. Gut ausgebildete Absolventen drängen aus dem Ausland auf den europäischen Arbeitsmarkt, umgekehrt zieht es viele junge deutsche Akademiker ins Ausland. Je größer die Flexibilität der jungen Talente, umso stärker müssen sich die Unternehmen um die Mitarbeiter bemühen.

All diese Faktoren des „War for Talents“ zeigen, dass die Chancen für Absolventen am Arbeitsmarkt steigen. Dies gilt zwar im Besonderen für Studiengänge mit notorischem Fachkräftemangel wie Informatik und Ingenieurswesen, aber viele Unternehmen geben auf Grund des Mangels an Bewerbern auch vermehrt Quereinsteigern die Möglichkeit, sich in einem fachfremden Gebiet zu beweisen. Ein Ende des War for Talents ist jedenfalls nicht in Sicht.

quelle: absolventa

Während der Lehre ins Ausland?

Während der Lehre ins Ausland?

Auslandserfahrung

Jeder moderne Beruf verlangt heutzutage eine räumliche und zeitliche Beweglichkeit.

Und ganz ehrlich … wäre es nicht auch interessanter, seine Arbeitsstätte, Arbeitsplatz, Schreibtisch einmal für eine Zeit ins Ausland zu verlegen?

Das internationale Projekt „xchange“ ermöglicht den Jugendlichen genau das;

Jugendliche bzw. Lehrlinge aus vielen Ländern möchten während ihrer Ausbildung ein Praktikum im Ausland absolvieren – xchange hilft ihnen dabei. Mit dem internationalen Austauschprogramm xchange gehen Lernende für vier Wochen in ein Unternehmen im angrenzenden Ausland.

Es haben sich diverse Unternehmen in dem näheren, benachbarten Ausland an dem Projekt beteiligt. Mitglieder des Projektteams sind Regionen aus Deutschland, dem Elsass (Frankreich), Italien, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz.

Wir haben da ein paar Fragen beantwortet:

  1. Worum geht es bei xchange?*
    Jeder Lehrling kann im Rahmen von xchange vier Wochen seiner betrieblichen Ausbildung in einer Firma eines anderen Landes absolvieren. Im Gegenzug kommt ein Lehrling der Austauschfirma in das eigene Unternehmen. xchange hilft bei der Suche nach einer geeigneten Firma, bei der Organisation und bei der Finanzierung.

  2. Was bringt ein Austausch dem Lehrling?
    Lehringe lernen ein anderes Land, eine andere Firma und neue Leute kennen. Dadurch wird die Ausbildung interessanter und abwechslungsreicher. Sie lernen zudem neue Arbeitsmethoden, neue Techniken und einen anderen Führungsstil kennen. Ein Diplom bestätigt die erfolgreiche Teilnahme – für die weitere Karriere ein großes Plus.

  3. Was bringt ein Austausch dem Ausbildungsbetrieb?
    Sie bekommt einen jungen, motivierten Mitarbeiter mit mehr Erfahrung und größerer Selbständigkeit. Der Lehrling bringt neue Ideen in das Unternehmen. Es entstehen Kontakte mit dynamischen Firmen über die Grenzen hinweg. Es gibt die Chance, interessante Partner für Kooperationen kennenzulernen und neue Märkte oder Lieferanten zu finden. Die Firma hat die Möglichkeit, sich mit dem Austausch in der Öffentlichkeit als innovativer Ausbildungsbetrieb zu profilieren.

  4. Wer kann mitmachen?
    Alle Lehrlinge und Auszubildenden aller anerkannten Ausbildungsberufe können am Austausch teilnehmen. Das erste Lehrjahr sollte in jedem Fall abgeschlossen sein. Entsendende und aufnehmende Einrichtungen können sein: Industrie, Handwerk, Handel, Geldinstitute, Versicherungen, Genossenschaften, Immobilienwirtschaft, Hotel- und Gaststättenbetriebe und Einrichtungen des Tourismus, sonstige Dienstleistungsunternehmen, Verbände und Organisationen der Wirtschaft. Wünschenswert ist ein Lehrlingsaustausch auf Gegenseitigkeit. Es ist aber auch möglich, nur einen Lehrling zu entsenden oder aufzunehmen. Voraussetzung ist, dass die aufnehmenden Organisationen in der Lage sind, eine qualifizierte Aus- und Fortbildung zu leisten.

  5. Sind die Dauer und das Lernprogramm vorgegeben?
    Das Praktikum ist ein Teil der regulären Ausbildung. Die durchschnittliche Austauschzeit beträgt vier Wochen. Ausnahmen sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Ausbildungsschwerpunkte und der Austauschzeitraum werden zwischen den beiden Firmen vereinbart. Neben Inhalten aus dem vorgegebenen Ausbildungsprogramm können auch regionale und fachliche Besonderheiten vermittelt werden

  6. Wie wird der Berufsschulbesuch geregelt?
    Eine notwendige Freistellung von der Berufsschule ist mit den beteiligten Ländern grundsätzlich vereinbart. Im konkreten Falle muss aber auch eine Freistellung bei der zuständigen Berufsschule beantragt werden. Auf Wunsch kann während des Aufenthaltes auch die Tagesberufsschule im Gastland besucht werden.

  7. Wie komme ich zu einer Unterkunft?
    Der aufnehmende Betrieb ist – zusammen mit dem Verantwortlichen in der Region – bei der Beschaffung einer kostengünstigen Unterkunft behilflich. Nach Möglichkeit wird auch eine Betreuung in der Freizeit organisiert.

  8. Wie wird das Auslandspraktikum finanziert?
    Der Ausbildungsbetrieb bezahlt die Ausbildungsvergütung weiter. Dafür erhält das Unternehmen, falls gewünscht, für den Zeitraum des Praktikums einen Lehrling aus dem Austauschbetrieb, dessen Vergütung wiederum von seinem Unternehmen bezahlt wird. Durch unterschiedliche Förderorganisationen kommt es ab Juni 2013 zu unterschiedlichen Formen der Kostenerstattung: Im Raum der Internationalen Bodenseekonferenz werden die Übernachtungskosten bis zu einem Höchstbetrag von 25,00 € pro Nächtigung vergütet. Außerdem gibt es ein Tagegeld von 5,00 € pro Austauschtag und die Vergütung für eine einmalige Hin- und Rückfahrt zum Austauschort. Der Kostennachweis über die Übernachtungskosten ist bei der regionalen Kontaktstelle einzureichen. Im Raum Bayern-Österreich wird der Aufwand mit einem Pauschalbetrag abgegolten. Die Höhe der Vergütung ist mit dem Erstattungsbetrag im IBK-Raum in etwa gleich hoch.

  9. Was ist mit Versicherungsschutz?
    Alle Versicherungen aus dem Heimatland gelten weiter. Da während des Austausches der Lehr- und Arbeitsvertrag bestehen bleibt, gilt unverändert der volle Versicherungsschutz aus dem Heimatland. Zusätzlich schließt die Projektleitung für alle TeilnehmerInnen eine umfassende Risikoversicherung ab.

  10. Bestätigung und Abschlusszertifikat?
    Dauer und Inhalte des Praktikums werden vom aufnehmenden Unternehmen bestätigt. Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung erhalten die TeilnehmerInnen ein Zertifikat der Internationalen Bodenseekonferenz oder der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer. Lehrlinge aus den EU-Ländern erhalten auf Wunsch auch eine Bestätigung im „Europass Mobilitätsnachweis“, in welchem alle Auslandspraktika dokumentiert werden.

  11. Wie kann ich mich anmelden?
    Informationen und Vorlagen für die Anmeldung und Durchführung des Austausches gibt es unter Download. Adressen der regionalen Kontaktpartner finden sie unter dem Button Regionen. Unter Kontakt können Sie uns eine Nachricht oder Anfrage zusenden.

Wenn du mehr wissen möchtetest:
Detaillierte Informationen zum Ablauf und Anträge melde dich auf office@laendlelehre.at oder du findest es auf der website www.xchange-info.net. Verpasse es nicht dich zu informieren!

*Quelle und Informationen aus xchange-info.net